+++ Sa., 30. Sept. 2017, Vortrag: „Heilung durch Worte" mit Prof. Gabriele Freytag +++ So., 1. Okt 2017, Vortrag: „Bewusstsein in der Materie" mit Dr. Klaus Volkamer +++

Erstmals menschliche embryonale Stammzellen geklontvon Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

Wissenschaftsgeschichte schrieb vermutlich Shoukhrat Mitalipov von der Oregon Health & Science University in Oregon: 17 Jahre nach Klonschaf Dolly und neun Jahre nach dem vermeintlichen Durchbruch beim Klonen von menschlichen Stammzellen gelang es ihm als erstem Forscher offensichtlich tatsächlich, menschliche embryonale Stammzellen durch Klonen herzustellen. In „Cell“ (2013; 10.1016/j.cell.2013.05.006) stellte er seine Experimente jetzt detailliert vor, mit denen sich zu therapeutischen Zwecken genetisch identische Kopien eines Lebenswesens schaffen lassen.

Er und sein Team hatten Zellkerne aus Hautzellen von Kindern entnommen und jeweils einen Chromosomensatz einer Eizelle eingepflanzt, aus der sie die Erbinformation zuvor entfernt hatten. Der offenbar entscheidende Punkt bei dem schon oft vorher versuchten somatischen Zellkerntransfer: Mitalipov hielt die Eizelle im Stadium der Metaphase II der Meiose, bis der Zellkerntransfer abgeschlossen war. Zudem nutzten die Forscher eine koffeinhaltige Nährlösung. Bislang waren Klonierungsversuche daran gescheitert, dass mit der Entfernung des Zellkerns aus der Eizelle auch deren Fähigkeit zur ungehemmten Zellteilung verloren ging.

Aus der sich unter diesen bestimmten Bedingungen entwickelnden Blastozyste entnahm der Forscher die embryonalen Stammzellen. Der Embryo, der genetisch identisch zu jenem Kind war, dem die Hautzelle entnommen worden war, bestand beim Abbruch des Experiments aus etwa 150 Zellen. „Eine gründliche Untersuchung der durch diese Methoden gewonnenen Stammzellen hat ihre Fähigkeit, sich wie normale embryonale Stammzellen in andere Zellarten zu verwandeln, bestätigt“, teilte Mitalipov mit. Die Zellen können nach seiner Meinung Nerven-, Leber-, Herz- und andere Zellen ersetzen und für Transplantationen genutzt werden. Dabei bestehe kaum die Gefahr, dass der Körper die mit seiner eigenen Erbinformation geschaffenen Zellen abstoße.

Der Forscher und sein Team betonen, dass es nicht darum gehe, menschliche Klone zu erschaffen. Ein reproduktives Klonen sei nicht beabsichtigt und zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht möglich, versichert er. Dennoch verurteilen Kirchen, zahlreiche Politiker und auch Wissenschaftler die Experimente, bei denen mehr als 120 menschliche Embryonen gebildet werden mussten, um sechs Stammzelllinien zu erzeugen und gesunde junge Frauen zuvor den Risiken der Eizellentnahme ausgesetzt waren.

Deutsches Ärzteblatt, Jg. 110, Heft 21, 24. Mai 2013


Nobelpreis würdigt Stammzellenforschung

Wie man die Uhr zurückdreht

Der Japaner Shinya Yamanaka und der Brite John Gurdon haben entdeckt, wie man reife Zellen zu pluripotenten Stammzellen reprogrammieren kann. Damit verbindet man die Hoffnung auf eine Stammzellforschung ohne Embryonen.

Deutsches Ärzteblatt, Jg. 109, Heft 41, 12. Oktober 2012


Unbekannte Fakten: Impfstoffe und Abtreibung

Während die Forschung mit embryonalen Stammzellen in Deutschland zur Zeit noch ein Thema in der öffentlichen Diskussion ist, bleibt der ethisch bedenkliche Hintergrund von Arzneimitteln, für deren Produktion fetale Zelllinien abgetriebener Kinder verwendet werden, unbeachtet. Bereits seit den 60er Jahren werden diese Zelllinien für die Herstellung von Aktiv-Impfstoffen vermarktet. Nachdem in den 80er Jahren der hessische Landtagsabgeordnete Roland Rösler und andere[i] dem „Handel mit ungeborenem Leben“ nachspürten und Aufmerksamkeit erregten, ist das Thema in Deutschland schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Langjähriger Streit in den USA

Der Anstoß zu einer erneuten Diskussion kommt von der amerikanischen Lebensrechtsorganisationen „Children of God for Life“. Von ihr stammen konkrete Hinweise auf die ethisch bedenklichen Impfstoffe, um die in den USA seit etwa 10 Jahren eine Auseinandersetzung läuft.

Die Organisation startete auch eine „Campaign For Ethical Vaccines“, um die Herstellerfirmen zur Produktion alternativer Impfstoffe zu bewegen oder die Regierung zu zwingen, Importe von Impfstoffen aus anderen Ländern zuzulassen, die nicht von fetalem Gewebe stammen.[ii]

Heftige Kritik hatte die Pro-Life-Gruppe auch an katholischen Institutionen und Moraltheologen geübt, die die Impfung mit den umstrittenen Impfstoffen gebilligt hatten. Im Januar 2004 wurde Kardinal Theodor E. McCarrick (Washington) darauf hingewiesen, dass an der katholischen Georgetown Universität Wissenschaftler an Zelllinien forschen, die von abgetriebenen Föten stammen.[iii] 14 der 18 beteiligten Forscher wollen ihre Arbeit fortsetzen. Kevin T. FitzGerald, Jesuit und Bioethiker der Universität, machte geltend, dass die Wissenschaftler nicht wussten, dass die Zellen von abgetriebenen Föten stammen.[iv] Sie sollten nun nicht gezwungen werden, möglicherweise lebensrettende Studien einzustellen oder zu riskieren, Zuschüsse einzubüßen. Nach Ansicht der „Children of God for Life“ führt jedoch die Rechtfertigung für die ethisch bedenklichen Impfstoffe und die Forschung mit fetalen Zellen dazu, dass auch für die Forschung mit embryonalen Stammzellen und für das therapeutische Klonen die gleiche Argumentation genutzt wird. So habe Präsident Bush die Forschung an den bereits vorhandenen embryonalen Stammzellen gerechtfertigt, indem er auf den Präzedenzfall der Windpockenvakzine hinwies, die unter Nutzung humaner fetaler Zellen entwickelt wurde.[v]

Schon lange laufen auch Auseinandersetzungen zwischen Schulbehörden und Eltern, die aus Gewissensgründen die Impfung ihrer Kinder mit den umstrittenen Impfstoffen verweigerten. Es gab Fälle, daß diese Kinder - auch an katholischen Schulen - mit Billigung der Schulleitung vom Schulbesuch ausgeschlossen wurden. Ein Grund dafür, dass katholischen Eltern das Recht einer Gewissensentscheidung abgesprochen wurde, war, dass zu dieser Problematik bisher keine Stellungnahme des Vatikan existierte.[vi]

Studie der „Päpstlichen Akademie für das Leben“

Um eine Klärung in dieser Auseinandersetzung herbeizuführen, wandte sich die Lebensrechtsbewegung „Children of God for Life“ an die Glaubenskongregation in Rom. Im Auftrag der Glaubenskongregation hat daraufhin die „Päpstliche Akademie für das Leben“ im Juni 2005 in der Zeitschrift „Medicina e Morale“ eine Studie veröffentlicht mit dem Titel „Moralische Überlegungen zu Impfstoffen, die mit Hilfe fetaler Zellen von abgetriebenen Föten hergestellt werden“.[vii] In dem achtseitigen Artikel wird die Notwendigkeit von Impfungen hervorgehoben, ethisch bedenkliche Impfstoffe namentlich aufgeführt, auf gegenwärtige und eventuell in Zukunft mögliche Alternativen hingewiesen und die moraltheologischen Überlegungen dargelegt.

Mitwirkung am Bösen

Die „Päpstliche Akademie für das Leben“ unterscheidet verschiedene Grade der Mitwirkung am Bösen, die sich aus der Herstellung, dem Vertrieb und der Anwendung der ethisch bedenklichen Impfstoffe ergeben. Jegliche Beteiligung – egal auf welcher der drei Ebenen - ist, wenn die Intention derer gebilligt wird, die die Abtreibung durchgeführt haben, als formelle Mitwirkung moralisch unzulässig. Wird die Intention nicht gebilligt, handelt es sich um eine materielle Mitwirkung. Was Herstellung und Vertrieb betrifft, sind beide vom Grundsatz her moralisch unzulässig, weil weitere Abtreibungen mit dem Ziel der Impfstoffproduktion gefördert werden könnten. Hersteller, die den unmoralischen Akt der Abtreibung nicht öffentlich verurteilen und sich nicht der Erforschung von ethisch unbedenklichen Alternativen widmen, machen sich der unerlaubten „passiven materiellen Mitwirkung“ schuldig. Ärzte und Patienten hingegen, die die Impfstoffe nutzen, obwohl sie den ethisch bedenklichen Hintergrund kennen, ihn aber ablehnen, begehen eine „sehr entfernte indirekte materielle Mitwirkung“.

Pflicht zum Widerstand

Da die Anwendung dieser Impfstoffe zumindest eine „entfernte indirekte passive materielle Mitwirkung“ bedeutet, ist es Pflicht der Gläubigen und der „Bürger mit einem wachen Gewissen“, so die „Päpstliche Akademie für das Leben“, Widerstand zu leisten. Sie haben das Recht, aus Gewissensgründen die Impfung mit solchen Impfstoffen abzulehnen und so ein Zeichen gegen die zunehmenden „Angriffe auf das Leben“ und die diesen zugrundeliegende „Kultur des Todes“ zu setzen. Wenn es ohne Gesundheitsgefährdung des Einzelnen oder der Bevölkerung möglich ist, sollen deshalb Impfungen mit moralisch bedenklichen Impfstoffen vermieden werden. Wenn jedoch eine beträchtliche Gesundheitsgefahr besteht, können solche Impfstoffe, für die es keine Alternativen gibt, einstweilig verwendet werden. Die Zulässigkeit der Anwendung in diesem Ausnahmefall darf jedoch nicht als eine Proklamation der Zulässigkeit ihrer Herstellung, des Vertriebs und der Anwendung ausgelegt werden. Auf jeden Fall besteht „die moralische Verpflichtung, alle legalen Mittel einzusetzen, um der pharmazeutischen Industrie, die bedenkenlos und unmoralisch handelt, das Leben schwer zu machen“, so die „Päpstliche Akademie für das Leben“. Mit allen Mitteln, z. B. durch schriftliche Eingaben, durch den Einsatz verschiedener Organisationen und über die Massenmedien soll Druck ausgeübt werden – auch auf staatliche Zulassungs- und Gesundheitsbehörden, die eine besonders schwere Verantwortung haben, wenn sie die Anwendung solcher Impfstoffe erlauben. Die Studie schließt mit der Forderung, dass die moralische Nötigung der Eltern, die gezwungen werden gegen ihr Gewissen zu handeln oder unter Umständen die Gesundheit ihrer Kinder und der Bevölkerung als Ganzes zu gefährden, sobald wie möglich beseitigt werden muss.

Aufklärung durch Kennzeichnung

Die Studie der „Päpstlichen Akademie für das Leben“ wurde von der Leiterin von „Children of God for Life“, Debi Vinnedge, begrüßt. Fast alle Theologen, die von ihrer Organisation zu diesem Thema bisher befragt wurden, „hätten so getan, als ob sie sich auf dünnes Eis begeben und hätten befürchtet, einen Riss zu verursachen, der tatsächlich die Wahrheit enthüllen und schlafende Gewissen aufwecken könnte. Wir haben uns einlullen lassen“, erklärte Vinnedge, “im Glauben, dass diese barbarische und utilitaristische Praxis irgendwie richtig ist, dass wir leider keine andere Wahl haben, um die Gesellschaft vor ansteckenden Krankheiten zu schützen.“[viii]

In einem den Kongressabgeordneten vorgelegten „Fair Labeling and Informed Consent Act (FLICA)“ verlangt sie außerdem die volle Kennzeichnung der Impfstoffe.[ix][x] Pharmazeutische Firmen sollen angeben, wenn sie aus Abtreibungen stammende menschliche fetale oder embryonale Zelllinien bei der Herstellung ihrer Produkte verwenden oder nicht. Der Verbraucher könnte dann eine informierte Entscheidung treffen (ähnlich wie bei tierversuchs- und gentechnikfreien Produkten). Dadurch würde sich vermutlich auch der jetzige Status quo einer stillschweigenden Akzeptanz dieser Impfstoffe durch eine uninformierte Öffentlichkeit ändern.

Für Impfstoffe verwendete umstrittene fetale Zelllinien: Die Zelllinien WI-38 und MRC-5

Zur Zeit werden zwei humane fetale Zelllinien weltweit für die Impfstoffherstellung in großem Umfang verwendet. Eine Zelllinie ist unter dem Namen WI-38 bekannt und wurde in Philadelphia (USA) am „Wistar Institut“ der Universität von Pennsylvania hergestellt. Die andere Zelllinie MRC-5 wurde für den Medical Research Council in Großbritannien produziert.

WI-38 wurde 1962 von Dr. Leonard Hayflick entwickelt, indem er einem abgetriebenen etwa 3 Monate alten weiblichen Fötus Lungenzellen entnahm.[xi] In einem Artikel im „American Journal of Diseases of Childhood“ beantwortete Dr. Stanley Plotkin eine Frage nach der Herkunft dieser Zelllinie genauer: „Dieser Fötus wurde von Dr. Sven Gard speziell für diesen Zweck ausgesucht. Beide Elternteile sind bekannt, und das Unglückliche an der Geschichte ist, dass sie miteinander verheiratet sind. Sie sind noch am Leben, gesund und wohnen vermutlich in Stockholm. Die Abtreibung wurde durchgeführt, weil sie meinten, sie hätten zu viele Kinder. Es gab keine familiären Erkrankungen, besonders keine Krebserkrankungen in der Geschichte beider Elternteile.“[xii]

Die Herkunft der 1966 geschaffenen MRC-5-Zelllinie wird in einem Artikel in der Zeitung „Nature“ durch drei britische Forscher dokumentiert, die am „National Institute for Medical Research“ in London arbeiteten: „Wir haben eine weitere Zelllinie entwickelt, die ebenfalls von fetalem Lungengewebe gewonnen wurde. Es stammt von einem 14-Wochen alten männlichen Fötus, der aus psychiatrischen Gründen abgetrieben wurde. Die 27 Jahre alte Mutter wies eine genetisch einwandfreie Familiengeschichte auf und zeigte keine Zeichen einer Krebserkrankung zum Zeitpunkt der Abtreibung und drei Jahre danach.“ Die drei Wissenschaftler betonen, dass ihre „Studien zeigen, dass die MRC-5-Zellen, die wie die WI-38-Zellen von gleicher zellulärer Herkunft sind, bei den zur Zeit geltenden Kriterien normale Merkmale aufweisen und daher für den selben Zweck wie die WI-38-Zellen geeignet sind.“[xiii]

Der Röteln-Impfstoff

Bei dem in Deutschland und anderen westlichen Ländern im Handel befindlichen Röteln-Impfstoff kommen zwei Dinge zusammen: sowohl das Virus als auch sein Kulturmedium stammen von abgetriebenen Kindern. Das Röteln-Virus stammte von einem Kind, das abgetrieben wurde, als während der Röteln-Epidemie 1964 in den USA infizierten Frauen zum Schwangerschaftsabbruch geraten wurde. Beim 27sten abgetriebenen Baby, das wie die anderen sofort seziert wurde, fand man schließlich das Virus.[xiv] Es wird als Virusstamm RA27/3 bezeichnet, wobei R für Röteln, A für Abort, 27 für 27ster Fötus und 3 für dritte Gewebeprobe steht.[xv] Der abtreibende Arzt arbeitete mit dem Wistar Institut zusammen, um die abgetriebenen Kinder zu sammeln und das Virus zu isolieren. Das Virus wurde anschließend in Lungenzellen (WI-38) eines anderen abgetriebenen, etwa drei Monate alten weiblichen Fötus gezüchtet.[xvi] Der neue Impfstoff wurde in Philadelphia entwickelt und an Waisenkindern getestet.[xvii]

Die amerikanische Lebensrechtsbewegung „Children of God for Life" bemerkt dazu: „Wenn man bedenkt, dass es bereits zwei zugelassene Röteln-Impfstoffe gab und dass man genau dasselbe hätte tun können, was die Japaner gemacht haben[xviii], um das Virus zu isolieren, nämlich einen Abstrich aus dem Hals eines infizierten Kindes zu nehmen, es ist offensichtlich, dass dieser Impfstoff entwickelt wurde, um Forschungen an fetalen Geweben zu rechtfertigen.“

Die PER.C6-Zelllinie

Für die Entwicklung von Impfstoffen gegen Grippe, Malaria, Tuberkulose, Ebola und HIV wird eine neuere in den Niederlanden an der Universität Leiden entwickelte und von der Biotechnologiefirma Crucell N. V. vertriebene Zelllinie verwendet.[xix]

Die Herkunft dieser PER.C6 genannten Zelllinie ist klar dokumentiert. In einer freimütigen Aussage vor dem Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA stellt Dr. Alex van der Eb im Mai 2001 fest: „So isolierte ich Netzhaut-Zellen von einem Fötus. Soweit man sehen konnte, war der 18 Wochen alte Fötus gesund. Es gab nichts Auffälliges in der Familiengeschichte und die Schwangerschaft war vollkommen normal. Es stellte sich heraus, dass es eine Abtreibung aus sozialer Indikation war. Ein provozierter Abort, einfach weil die Frau den Fötus loswerden wollte. ... Das war im Jahr 1985. ... PER.C6 wurde nur für die pharmazeutische Entwicklung von Adenovirusvektoren hergestellt. .... Ich gebe zu, das klingt ein bißchen kommerziell, aber PER.C6 wurde für diesen speziellen Zweck hergestellt. Soweit mir bekannt, haben mehr als 50 verschiedene Firmen Lizenzen für PER.C6 erworben.“[xx] Im Veterinärbereich findet die PER.C6-Zelllinie bereits Verwendung: in Israel hat im Juni 2004 ein auf der PER.C6â-Technologie von Crucell N. V basierender Impfstoff gegen das West-Nil-Fieber bei Gänsen die Marktzulassung erhalten.[xxi] Die PER.C6â-Technologie dient nicht nur der Herstellung von Impfstoffen, sondern soll auch bei der Produktion von monoklonalen Antikörpern, therapeutischen Proteinen und Gentherapievektoren Verwendung finden, wie das an den Technologiebörsen Euronext und Nasdaq notierte Unternehmen auf seiner Homepage mitteilt.[xxii]

Umstrittene Impfstoffe in Deutschland

In Deutschland werden die Hepatitis A-, Röteln- und Windpocken-Impfstoffe mit Hilfe von ethisch bedenklichen humanen fetalen Zelllinien hergestellt. Beim Tollwutimpfstoff besteht die Möglichkeit, zwischen einem mit humanen fetalen Zellen hergestellten und einem mittels Hühnergewebe hergestellten Impfstoff zu wählen. Ohne Nutzung humaner fetaler Zellen erfolgt die Produktion von FSME-, Gelbfieber-, Masern-, und Mumps-Impfstoffen mit Hilfe von Hühnerfibroblasten und von Polio-Impfstoffen mit Hilfe von Affennierenzellen. Für Grippe-Impfstoffe werden bebrütete Hühnereier verwendet und bei der Gewinnung der Impfstoffe gegen Hepatitis B kommen gentechnisch modifizierte Hefezellen zum Einsatz. Nicht unter die ethische Problematik fallen Impfstoffe gegen bakterielle Erkrankungen, wie Diphtherie oder Tetanus. Für ihre Herstellung reichen einfache Kulturmedien aus.

Quelle: cogforlife.org (Children of God For Life)
 


[i] Roland Rösler: Rohstoff Mensch, 1989; Samuel Stutz: Embryohandel, 1988; Claude Jacquinot/Jacques Delaye: Handel mit ungeborenem Leben, 1985

[ii] Unterstützt wird die Kampagne von anderen amerikanischen Lebensrechtsgruppen, wie American Life League, Human Life International, Priests for Life, von katholischen Bischöfen, Bistümern, Gemeinden, Orden und Organisationen, aber auch von Mitgliedern der Episkopalkirche und Baptisten (www.cogforlife.org/supporters.htm)

[iii] Cell Line Research At Georgetown et al / Children of God for Life Responds (www.cogforlife.org/ncbcgeorgetown.htm)

[iv] s. a.: Roland Graf: Die Firma [Gewebebank] übernimmt die Qualitätskontrolle des menschlichen fetalen Gewebes, wie Screening nach viralen Infekten und sichert die Anonymität der Spender. Diese Zusammenarbeit scheint die Forscher an fetalem Gewebe in Bezug auf die Ethik ihres Tuns zu entlasten. Sie erhalten dank der Gewebebank das fetale Gewebe nicht mehr direkt von der Abtreibungsklinik und müssen dann in der Publikation nur noch den Namen der Gewebebank und das Gestationsalter angeben. Die tatsächliche Quellenangabe wird somit verschwiegen. ... Durch die Zwischenschaltung von Gewebebanken wird sozusagen menschliches fetales Gewebe, das aus Abtreibungen stammt, „reingewaschen“. (Ethik in der medizinischen Forschung rund um den Beginn des menschlichen Lebens, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1999, S. 60)

[v] Bush Letter to The Editor, New York Times OP/Ed August 12, 2001

[vi] Debi Vinnedge: Vatican Officials Condemn Aborted Fetal Vaccines (www.cogforlife.org/vaticanrelease.htm);

s. a. Schreiben des Präsidenten der Päpstlichen Akademie für das Leben, E. Sgreccia, v. 09.06.2005 an Children of God for Life

[vii] Pontificia Accademia per la Vita: Riflessioni morali circa i vaccini preparati a partire da cellule provenienti da feti umani abortiti in: Medicina e Morale 2005/3, S. 618-628 (Eine englische Übersetzung des Textes mit dem Titel „Moral Reflections On Vaccines Prepared From Cells Derived From Aborted Human Foetuses“ findet sich im Internet unter www.cogforlife.org.) In der gleichen Ausgabe dieser Zeitschrift ist auf den Seiten 521-532 unter fast gleichlautender Überschrift ein Aufsatz von Angel Rodriguez Luno erschienen, der sich noch etwas ausführlicher mit der Moralität der Mitwirkung am Bösen befasst.

[viii] Debi Vinnedge: Responding to The Call: Is Anyone Listening? (www.cogforlife.org/responding.htm)

[ix] Fair Labeling and Informed Consent Act (www.cogforlife.org/flica.htm)

[x] Fair Labeling and Informed Consent Act 2007 (www.cogforlife.org/flica.htm)

[xi] Hayflick, L. et al.: “The Limited In Vitro Lifetime of Human Diploid Cell Strains“ in: Experimental Cell Research, Bd. 37, S. 615, 1965

[xii] Statement by Dr. Stanley Plotkin published in “Gamma Globulin Prophylaxis; Inactivated Rubella Virus; Production and Biological Control of Live Attenuated Rubella Virus Vaccines” in: American Journal of Diseases of Childhood, Bd. 118, Nr. 2, S. 378, 1969

[xiii] Jacobs, J. P. et al : “Characteristics of a Human Diploid Cell Designated MRC-5” in: Nature, Bd. 277, S. 168-170, 1970

[xiv] Perkins, F. T., Licensed vaccines, Review of Infectious Diseases, 7 (Supplement 1), S. 73-6, 1985

[xv] American Journal Diseases of Children; Virus Production and Biological Control of Live Attenuated Rubella Virus Vaccines, Vol. 118 Aug 1969; Attenuation Of RA273 Rubella Virus

[xvi] Plotkin, Stanley et al.: “Attenuation of RA27/3 Rubella Virus in WI-38 Human Diploid Cells” in: American Journal of Diseases of Childhood, Bd. 118, S. 178-185, August 1969

Plotkin, S. A.: “Development of RA/27/3 attenuated rubella virus grown in WI-38 cells”, , London 1968; Symp. Series , Vol. 11, pp. 249-260, Karger, Basel/New York 1969

[xvii] American Journal Diseases of Children, Vol. 110, Oct. 1965

[xviii] Takashi, Nagashima: “Studies on The Live Attenuated Rubella Virus Vaccine”, Kitasato Institute, Arch of Exp. Med. Vol. 46, No. 1-2, 51-55, 1973

[xix] New Flu Vaccine To Use Cancer Potential PER C6 Fetal Cell Line, 08/2002 www.cogforlife.org/fluPress.htm

[xx] United States of America Food and Drug Administration Center for Biologics Evaluation and Research Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee Meeting, May 16, 2001

[xxi] Presseerklärung vom 03. Juni 2004: “Crucell N.V.: Market authorization for PER.C6(R)-based West Nile virus veterinary vaccine in Israel

[xxii] www.crucell.com/About%20Us

DMC Firewall is developed by Dean Marshall Consultancy Ltd