Tierethik im Unterrichtvon Erica Blöchlinger

Jeder einigermaßen sensitive und noch nicht durch ständigen Tierleichengenuss brutalisierte Mensch weiß tief in seinem Innersten, dass leichte, fettarme Pflanzenkost mit viel Ballaststoffen seine natürliche Wohlfühl-Nahrung ist. Da braucht es beileibe keine jahrelangen wissenschaftlichen Studien, sondern nur einen gesunden Menschenverstand und ein Gespür für die natürlichen Bedürfnisse des Körpers! Aber eben dieses Gespür kommt in unserer Wohlstands-Konsumgesellschaft den übermäßigen Fleischessern und Fastfood-Verzehrern bald einmal abhanden. Dann müssen die Menschen durch aufwendige Studien an Universitätskliniken erst wieder sensibilisiert werden. Kinder dagegen, denen Eltern oder Erzieher den täglichen Fleischgenuss und den geilen Gang zu McDonalds als etwas Abwegiges und Verwerfliches, sich selbst und die Mitwelt Schädigendes erklären, lehnen in kürzester Zeit jegliche Leichennahrung ab.
Schließlich lieben Kinder die Tiere über alles, und was sie lieben, werden sie wohl kaum zerstören und verzehren wollen! Daher plädieren wir für einen Tierethik-Unterricht in den Schulen, was allerdings voraussetzen würde, dass die Lehrkräfte nicht nur Theorien dozieren, sondern als überzeugte Vegetarier den Kindern und Jugendlichen ein leuchtendes Beispiel sind. Nur so, an der Wurzel des Übels ansetzend, könnte über Generationen langsam aber sicher eine vegetarisch lebende Gesellschaft entstehen - und mit ihr würden auch die verheerenden Schäden verschwinden, die wir mit unseren quälerischen Massentierhaltungen und millionenfachen Massenmorden der stummen Kreatur, unseren Gewässern, der Erde und letztlich uns selbst antun.
Vielleicht melden sich hier überzeugte Vegetarier (auch Lehrer, die den üblichen Lee(h)rberuf aufgegeben haben), um mit Gleichgesinnten vorerst ehrenamtlich eine Aufklärungsarbeit in Schulen und Kindergärten zu initiieren? Das Fernziel wäre dann Tierschutz als obligatorisches Schulfach.
Wer sich für diese Pionierarbeit berufen fühlt, melde sich bitte an unten stehende Adresse.

Der Mensch muss von Kindesbeinen an zu Ehrfurcht vor dem Leben erzogen werden und zur Verantwortung gegenüber seinen wehrlosen Tiergeschwistern, statt sie für seine egozentrischen Zwecke zu begehren und auszubeuten. Der heranwachsende Mensch muss wissen, dass er zur Erhaltung seiner Gesundheit und zu seinem Lebensglück weder Tierleichen noch Tierprodukte irgendwelcher Art braucht. Ohne Fleischkonsum hätte der Welthunger schon längst behoben werden können, denn die Rinder der Wohlstandsstaaten fressen das Getreide der Armen! Der Mensch muss begreifen, dass das Tier sich selbst gehört, und nicht den menschlichen Begierden. Zukünftige Generationen werden im Laufe ihrer Evolution die unheilvolle menschliche Gier nach blutiger Nahrung als barbarisches Überbleibsel aus ihrer vorzivilisierten Sammler- und Jägerzeit erkennen und verurteilen. Das menschliche Herz muss sich endlich zu Mitgefühl und Barmherzigkeit für die leidende Mitwelt öffnen.
Mit unserem Projekt "Tierethik im Unterricht", möchten wir dieses neue Bewusstsein in die Schulen und Kindergärten tragen. Das Fernziel wäre, dass Tierschutz und Vegetarismus in Zukunft als wichtige obligatorische Lehrfächer in den Schulunterricht integriert werden. Nur so kann es langsam zu einem radikalen Bewusstseinswandel in der Welt kommen. Wir machen uns aber keine Illusionen; weder ich noch meine ehrenamtlichen Mitarbeiter werden es erleben, dass die Menschheit sich ausschließlich vegetarisch ernährt und Mensch und Tier wieder gemeinsam im Paradies leben. Es wird wohl drei bis vier Generationen brauchen, bis das hinterletzte Menschenkind die Ehrfurcht vor dem Leben und somit den natürlichen Schutz der Tiere in den Genen hat und ihn an seine Nachkommen weitergeben kann. Aber irgendwann muss man ja beginnen, und erste Ansätze sind erfreulicherweise schon da! Mehr und mehr Jugendliche verzichten bewusst auf Fleisch aus gesundheitlichen und ethischen Gründen. So sind beispielsweise meine beiden Enkelkinder von Geburt auf natürliche Vegetarier; das eine mochte den Geschmack von Tierleichen nie ausstehen; das andere rührte kein Fleisch mehr an, als es erfuhr, dass Fleischstücke Leichenteile von Tieren sind.

Vielleicht gibt es bei Ihnen auch überzeugte Vegetarier, die gerne ehrenamtlich bei uns mitmachen würden, oder Leute, die gute Kontakte zu Lehrern, Schulen oder Kindergärten haben? Bitte informieren Sie Ihren Tierschutzkreis! Wir würden uns freuen, im Sinne einer Zusammenarbeit wieder von Ihnen zu hören.
DAS TIER UND WIR - Erica Blöchlinger • Elfenauweg 45 • CH-3006 Bern Tel/Fax 031 351 19 06


»Offenbar ist man der Meinung, durch Tierversuche ließen sich grundlegende Wahrheiten enthüllen und dann auf kranke Menschen anwenden. Da ich Physiologe bin, fühle ich mich ermächtigt, zu einem derartigen Anspruch Stellung zu nehmen. Es ist reiner Unsinn.«

(Dr. med. Sir George Pickering, führender Professor für Medizin an der Universität Oxford, im British Medical Journal, 26. Dezember 1964)

Gebet des Affen
AffeHerr, wir sehnen uns alle nach Frieden. Doch mich quälen sie für die Rüstung,
die angeblich nur der Abschreckung dient. Weil ich dem Menschen so ähnlich bin,
erproben sie an mir die Strahlenwirkung der neuen Waffen, um zu erkunden,
wie lange einer der ihren noch funktionsfähig bleibt, um neue Kanonen zu laden.
Sie schicken mich auf eine lange, einsame Reise in den unendlichen Raum,
auf eine Reise ohne Hoffnung. Denn wenn ich auch wiederkehre,
töten sie mich, um festzustellen, welche organischen Veränderungen
Schwerelosigkeit bewirkt.
Herr, gib mir und den Menschen Frieden,
lass' niemanden mehr für sinnlose Kriege
und ihre Sucht nach Macht
weiterhin leiden.
Amen

Der Sündenbock

Diese verängstigten Menschenäffchen müssen für Drogenexperimente herhalten. Die Zauberlehrlinge der Versuchslabors werden sie zu Süchtigen machen, unter dem Vorwand, Medikamente für die »Heilung« Drogensüchtiger zu finden. Diese »Heilmittel« haben sich bereits als viel schlimmer entpuppt, als der Schaden, den sie beheben sollten, da sie eine neue, noch verhängnisvollere Abhängigkeit verursachen.


Das kurze, leidvolle Leben der Wegwerfkühevon Erica Blöchlinger

Warum geben Kühe Milch? - Aus demselben Grund wie die Menschen: um ihre Babys zu ernähren. 1951 gab eine Kuh im Jahr durchschnittlich 2600 Liter Milch, 1980 bereits 4548 Liter und 1998 sage und schreibe 5750 Liter - also mehr als doppelt so viel wie vor 40 Jahren. Für die angezüchtete, völlig unnatürliche Milchleistung, die den Kühen tagtäglich abverlangt wird, zahlen die Tiere einen hohen gesundheitlichen Preis. Die dermaßen überzüchteten Tiere sind sehr krankheitsanfällig. So leiden viele Milchkühe an Mastitis, einer Entzündung des Euters. Früher war es durchaus normal, wenn eine Kuh 15 Jahre alt wurde.
Heute werden Kühe durchschnittlich nur noch vier Jahre alt. Da eine Kuh erst nach zwei Aufzuchtjahren ein Kalb zur Welt bringt, geben Kühe heute im Durchschnitt gerade noch etwas mehr als zwei Jahre lang Milch! »Sie werden mehr oder weniger zu Wegwerfkühen.«

«Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.» Leo Tolstoi

Weil es längst nicht mehr reicht, die Kuh nur mit Gras und anderen Futterpflanzen zu füttern, bekommt sie jährlich 2 bis 2,8 Tonnen (!) hochkonzentriertes Kraftfutter. Und das soll möglichst billig sein, nicht ohne Grund wurde Rindern früher auch Tiermehl verfüttert. Heute kommt die Turbo-Nahrung vornehmlich aus Übersee.
In der EU längst verbotene Pestizide werden gleich mitimportiert, sowie Dioxin aus verseuchtem Kalk, mit dem in Brasilien Zitrushäcksel getrocknet werden, die auch ins Kraftfutter kommen: »Die Kuh als Realmüllverwerter«.
Eine Kuh gibt natürlich nur Milch, wenn sie ein Kälbchen bekommt. Deshalb werden Milchkühe einmal im Jahr künstlich befruchtet. Weil die Milch für den Menschen bestimmt ist, werden die Kälber, die eigentlich die Milch trinken müssten, kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die Milchproduktion steht im engen Zusammenhang mit der Fleischindustrie:
Die Kälbchen werden in enge Holzverschläge gesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können und auf das optimale Schlachtgewicht gemästet. Statt der Muttermilch bekommen sie eine fette weiße Brühe, die aus Magermilchpulver, Talg, Walfett und viel Salz besteht. Durch die überhöhte Menge Salz müssen die Kälber in Ermangelung von Wasser mehr Milchaustausch-Brei zu sich nehmen und nehmen so schneller zu.
Die Tiere werden künstlich anämisch gehalten, indem ihnen jegliche Aufnahme von Eisen vorenthalten wird, da sonst das Fleisch nicht hell bleibt. Auch Rauhfutter bekommen sie aus diesem Grund nicht zu fressen.
Nach fünf bis sechs Monaten erreichen die Kälber das Schlachtgewicht von ca. 250 kg. Ein normal aufgewachsenes Tier würde die doppelte Zeit dafür benötigen.

"Die Tiere empfinden, wie der Mensch, Freude und Schmerz, Glück und Unglück;
sie werden durch dieselben Gemütsbewegungen betroffen wie wir."
Charles Darwin

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